Freie Minutenbilanz · Speicherenergie · Ladeleistung

Warmwasser-Rechner für Speicher und Ladeleistung

Zapfbedarf aufbauen, Speicher und Frischwasserstation vergleichen und sehen, wann die Nachladung an ihre Grenze kommt. Mit nachvollziehbarem Rechenweg statt einer einzelnen Literzahl.

Lokale Verarbeitung: Rechendaten werden nicht an den Server übertragen. Gespeichert wird nur nach ausdrücklicher Freigabe im Browser.Einzelheiten

1.440-Minuten-Simulation3 SystemarchitekturenVarianten und Tagesgraphen7 Rechenschritte · JSON · CSV · PDF
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Drei Architekturen, eine offene Energiebilanz

Trinkwasserspeicher

Gespeichert wird erwärmtes Trinkwasser. Für den Energieinhalt zählt Speicher- minus Kaltwassertemperatur. Bei 60/10 °C sind es im verwendeten Wassermodell 58,15 Wh je Liter. Bereitschaft und Zirkulation werden mit eigenen Eingabewerten bilanziert.

Speicherladesystem

Ein externer Wärmeübertrager kann den Trinkwasserspeicher beladen. Im Rechner gilt dafür dieselbe aggregierte Speicherbilanz. Schichtung und Wärmeübertragerkennlinien werden nicht simuliert; ein kleineres Volumen oder eine höhere Leistung entsteht nicht automatisch durch die Systemauswahl.

Frischwasserstation am Heizpuffer

Gespeichert wird Heizungswasser, das Trinkwasser wird im Durchfluss erwärmt. Für die nutzbare Pufferenergie zählt Puffer oben minus primärseitiger Rücklauf. 52/28 °C ergeben 27,912 Wh/l. Die erforderliche primäre Mindesttemperatur der Station ist eine getrennte Plausibilitätsgrenze.

Nachrechenbares Startbeispiel · fiktive Eingaben

MFH mit vier Wohnungen und Praxis: Speicher A gegen FWS B

Beide Vorlagen verwenden denselben Zapfbedarf von 31,894112 kWh am Bemessungstag, 10 °C Kaltwasser und 10 kW durchgehend verfügbare Netto-Ladeleistung. Die automatische Suche prüft Volumen ab 50 l im 10-l-Raster.

Ergebnisse der im Rechner enthaltenen MFH-Vorlagen
GrößeA · TrinkwasserspeicherB · Heizpuffer mit FWS
Temperaturbezug60/10 °C · 50 K52/28 °C · 24 K
Spezifische Speicherenergie58,15 Wh/l27,912 Wh/l
Nutzbares Äquivalentvolumen120 l250 l
Zirkulation, angesetzt40 m × 7 W/m · 24 h0 m
Bereitschaft + Zirkulation8,72 kWh/d1,64 kWh/d
Erforderliche thermische Zufuhr40,61 kWh/d33,54 kWh/d

Beide Varianten setzen 2,0 kWh/d Bereitschaftsverlust bei 45 K Bezugsdifferenz und 15 °C Aufstellraum an. Das Modell korrigiert diesen Ansatz linear auf die jeweilige Speichertemperatur. Bei B sind 48 °C primäre Mindesttemperatur angesetzt; die Zapftemperaturen bleiben unverändert bei höchstens 45 °C. Eine Entnahmeleistungsgrenze ist in den Vorlagen nicht nachgewiesen.

Kein pauschales Einsparversprechen: Die Differenz von 7,08 kWh/d thermischer Energie entsteht hier vor allem durch die separat angenommene entfallende Zirkulation. Eine FWS beseitigt Zirkulationsverluste nicht von selbst. Die ×365-Hochrechnung ergibt rund 2.583 kWh/a, aber keine Jahresverbrauchs- oder Stromprognose. Das berechnete Äquivalentvolumen ist kein unmittelbar bestellbares Nennvolumen.

Zum Nachrechnen oben die Startvorlage „MFH + Praxis · FWS B ↔ A“ laden. Sie merkt A automatisch als vollständige Referenz.

Häufige Fragen zur Warmwasser-Vorbemessung

Warum kann eine Frischwasserstation mehr Puffervolumen benötigen?

Für die Speicherenergie zählt der nutzbare Temperaturhub. 60 °C Trinkwasser bei 10 °C Kaltwasser liefern im Modell 58,15 Wh/l; 52 °C Heizpuffer bei 28 °C primärseitigem Rücklauf 27,912 Wh/l. Für dieselbe Energie braucht der zweite Fall mehr Liter. Das Verhältnis ist nicht pauschal zwei zu eins. Ladeleistung, Verluste und Zapfprofil beeinflussen das benötigte Volumen ebenfalls.

Warum ist der Kurven-Tiefststand höher als der konservative Prüfwert?

Die gezeichnete 24-Stunden-Kurve startet mit einem gesetzten Speicherinhalt. Die Größenprüfung kombiniert Ladeschwelle, größten Entzug einer Minute und Defizit der kritischsten zusammenhängenden Ladephase. Die Abzüge können sich überlagern. Dieser bewusst strenge Prüfwert muss die frei gesetzte Modellreserve von 5 % einhalten; er ist nicht das Minimum der gezeichneten Kurve.

Wie werden mehrere Wohnungen oder Duschen zeitlich verteilt?

Rechnerisch gleiche Zeilen werden gebündelt, ohne Zapfungen zu verlieren. Im Lastfenster verteilt das Modell die Ereignisse über Quantile einer Normalverteilung um die eingetragene Spitze; alternativ anhand der Stundenanteile des gewählten Tagesprofils. Die Ereignisse können sich überlagern. Das sind frei gewählte Modellannahmen, keine normativen Gleichzeitigkeitswerte oder Messdaten.

Ersetzt die Berechnung eine normative Auslegung oder eine Hygieneprüfung?

Nein. Das Werkzeug ist eine freie minütliche Energiebilanz zur Vorbemessung. Es liefert weder einen Normnachweis noch eine hygienische Bewertung oder Produktfreigabe. Nachgewiesene Betriebsbedingungen, Entnahmegrenzen, Rohrnetz und erforderliche Fachnachweise sind gesondert zu prüfen.

Rechenmodell

Vordimensionierung

Der Rechner bildet Zapfbedarf, Wärmeverluste, Speicherinhalt und Nachladung in einer zeitabhängigen Energiebilanz ab. Ergebnis und Bericht gelten nur für die eingegebenen Randbedingungen und die im Rechner ausgewiesenen Modellannahmen.

Aussagegrenze

Projektprüfung bleibt erforderlich

Nicht enthalten sind die vollständige Rohrnetz- und Zirkulationsauslegung, eine hygienische Bewertung sowie eine automatische Freigabe konkreter Produkte. Kennwerte, Betriebsbedingungen und Herstellerangaben sind für das Vorhaben gesondert zu prüfen.

Abgrenzung

Freies Lastprofil, kein Normverfahren

DIN 4708-2 und DIN EN 12831-3 beschreiben eigene Bemessungsverfahren. Der Rechner übernimmt daraus weder Tabellen noch Profile und weist kein Ergebnis nach diesen Normen aus. Die hygienische Beurteilung bleibt ebenfalls außerhalb der Energiebilanz.