16 interaktive Anschlussdetails

Wärmebrückenatlas: Details live einordnen

Temperaturfelder, Ψ-Werte und fRsi an typischen Anschlüssen vergleichen. Der Atlas arbeitet mit transparenten, vereinfachten 2D-Lehrmodellen – für Orientierung, Varianten und die fachliche Rückfrage, nicht als projektspezifischer Nachweis.

Interaktiver Atlas

Temperaturfeld, Varianten und Kennwerte

Wählen Sie ein Anschlussdetail und verändern Sie nur die angebotene Variante. Die Anzeige trennt Energiekennwert und Oberflächentemperatur: Ψ gehört zur Bilanz, fRsizur Einordnung des Mindestwärmeschutzes.

Interaktiver Wärmebrückenatlas

Geschossdecke & Balkon · Balkonplatte an Geschossdecke

Lehrmodell · stationäre 2D-Wärmeleitung · θi +20 °C / Rsi 0,25
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Raumklima-Einordnung

fRsi live einordnen

manuelle Eingabe

Der Konstruktionswert bleibt getrennt vom gewählten Raumklima. Die Anzeige ordnet Oberflächentemperatur, Taupunkt und oberflächennahe Luftfeuchte ein.

θsi aus fRsi
Taupunkt der Raumluft
relative Feuchte an Oberfläche
Taupunktabstand

Orientierung aus stationärem Temperaturfeld und gewähltem Raumklima; kein Nachweis für Tauwasser, Schimmel oder Feuchtetransport.

ΔUWB-Bilanz · Beispielgebäude 450 m² Hüllfläche
Noch keine Details übernommen. Für die gewählten Beispielanschlüsse wird ΔUWB berechnet.
0,00 W/(m²K)
Pauschalansatz ohne Nachweis: 0,10 W/(m²K)
Vereinfachtes Modell der stationären 2D-Wärmeleitung. Die ΔUWB-Bilanz ist ein Rechenbeispiel mit fest hinterlegten Längen – kein prüffähiger Nachweis. Erdberührte Details brauchen eine Fx-Gewichtung und werden hier nicht bilanziert. Methodik & Grenzen.

Details im Überblick

16 Detailporträts zum Nachlesen

Diese serverseitige Übersicht macht Modellannahmen und regelbare Varianten auch ohne JavaScript zugänglich. Die interaktive Berechnung bleibt im Atlas oben auf dieser Seite.

Bodenplatte & Sockel

Detail sockel

Sockel: Bodenplatte auf Erdreich

Gruppe
Bodenplatte & Sockel
Variante / Steuerung
  • Perimeterdämmung bis 100 mm über OKFF sowie an Plattenstirn und Fundament
Modellansatz und Aussagegrenze
Modellansatz: begrenzter Erdreichausschnitt mit λ = 2,0; der markierte Bodenplatten-U-Wert enthält keinen Erdreichanteil.
Aussagegrenze: Im Nachweis werden erdberührte Details mit einem Temperaturkorrekturfaktor gewichtet, vereinfacht Fx = 0,6. Deshalb wird hier kein Ψ-Wert ausgegeben. fRsi dient nur dem Variantenvergleich; ein Nachweis erfordert die projektbezogene Geometrie und die anzuwendenden Randbedingungen.
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Detail kellerdecke

Kellerdecke an Außenwand (unbeheizter Keller)

Gruppe
Bodenplatte & Sockel
Variante / Steuerung
  • Kellerdecke unterseitig dämmen (10 cm) und erste Wandlage als Wärmedämmstein ausführen
Modellansatz und Aussagegrenze
Modellansatz: Die Kellerluft ist konservativ mit Außenlufttemperatur angesetzt; ein real unbeheizter Keller liegt deutlich darüber. Aussagegrenze: Im Nachweis wird der Anschluss mit einem Temperaturkorrekturfaktor gewichtet (vereinfacht Fx = 0,5 für unbeheizte Keller). Deshalb wird hier kein Ψ-Wert ausgegeben; fRsi dient dem Variantenvergleich.
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Geschossdecke & Balkon

Detail balkon

Balkonplatte an Geschossdecke

Gruppe
Geschossdecke & Balkon
Variante / Steuerung
  • Thermische Trennung (tragendes Wärmedämmelement) einbauen
Modellansatz und Aussagegrenze
Wand: Mauerwerk λ 0,70 mit 16 cm WDVS; Platte 18 cm Stahlbeton; innen Estrich auf Trittschalldämmung. Die Wirklänge der Wand läuft beim Außenmaßbezug über die Deckenebene hinweg durch – der Ψ-Wert trägt den gesamten Störeffekt.
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Detail deckenrand

Geschossdecke bindet in die Außenwand ein

Gruppe
Geschossdecke & Balkon
Variante / Steuerung
  • Außendämmung (WDVS 14 cm) ergänzen – Ausgangslage ist die ungedämmte Bestandswand
Modellansatz und Aussagegrenze
Referenzfall: Eine aufliegende Geschossdecke stört die Wand nur schwach, solange die Dämmebene an der Deckenstirn ohne Lücke durchläuft – der Ψ-Wert bleibt klein. Aussagegrenze: Sobald die Decke auskragt (Balkon) oder die Dämmung innen liegt, ändert sich das Bild grundlegend; dafür sind die eigenen Details maßgebend.
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Detail deckeninnendaemmung

Geschossdecke an innengedämmter Außenwand

Gruppe
Geschossdecke & Balkon
Variante / Steuerung
  • Flankendämmung: Innendämmung 50 cm über die Deckenuntersicht ziehen
Modellansatz und Aussagegrenze
Innendämmung: Die einbindende Decke überbrückt die Dämmebene vollständig – Ψ steigt um ein Vielfaches gegenüber derselben Decke bei Außendämmung, und die raumseitige Deckenecke wird zur kältesten Stelle. Aussagegrenze: Innendämmung ist zusätzlich feuchteschutztechnisch nachzuweisen (Tauwasser, Holzbalkenköpfe); fRsi allein genügt dafür nicht.
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Innenwand-Anschlüsse

Detail innenwand

Innenwand bindet in Außenwand ein (Horizontalschnitt)

Gruppe
Innenwand-Anschlüsse
Variante / Steuerung
  • Innendämmung statt WDVS (Dämmebene wird von der Innenwand unterbrochen)
Modellansatz und Aussagegrenze
Horizontalschnitt – die zugehörige Wärmebrückenlänge ist hier die Wandhöhe der Innenwand. Mit durchlaufender Außendämmung R ≥ 2,5 m²K/W darf der Anschluss nach DIN 4108 Beiblatt 2 in der Wärmebrückenbilanz unberücksichtigt bleiben; bei Innendämmung ist er rechnerisch zu untersuchen.
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Fenster & Türen

Detail laibung

Fensterlaibung (Horizontalschnitt)

Gruppe
Fenster & Türen
Variante / Steuerung
  • Laibungsdämmung / Rahmen-Überdämmung (≥ 30 mm in der Dämmebene)
Modellansatz und Aussagegrenze
Das Fenster ist normgerecht vereinfacht als Ersatzsystem modelliert (homogenes 70-mm-Profil, λ = 0,13, Bbl. 2 Abschn. 6.2.2). Nach Anhang E wird die Einbaufuge lx nicht der Wand, sondern rechnerisch dem Fenster zugeschlagen.
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Detail fenstersturz

Fenstersturz (Vertikalschnitt)

Gruppe
Fenster & Türen
Variante / Steuerung
  • Sturzunterseite dämmen (40 mm) und Rahmen 40 mm überdämmen
Modellansatz und Aussagegrenze
Das Fenster ist normgerecht vereinfacht als Ersatzsystem modelliert (homogenes 70-mm-Profil, λ = 0,13, Bbl. 2 Abschn. 6.2.2); nach Anhang E wird die Einbaufuge rechnerisch dem Fenster zugeschlagen. Maßgebend ist die Sturzunterseite: Erst die durchgezogene Dämmung vor Sturz und Rahmen entschärft die raumseitige Ecke.
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Detail fensterbruestung

Fensterbrüstung mit Sohlbankanschluss

Gruppe
Fenster & Türen
Variante / Steuerung
  • Sohlbankanschluss dämmen (40 mm) und Rahmen 40 mm überdämmen
Modellansatz und Aussagegrenze
Gleiche Modellierung wie am Sturz, nur unterhalb der Öffnung – die zugehörige Wärmebrückenlänge ist die Fensterbreite. Entscheidend ist der Anschluss unter der Sohlbank: Endet die Dämmebene stumpf am Rahmen, wandert die kälteste Stelle an die untere Rahmenfuge.
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Detail tuerschwelle

Außentürschwelle an Bodenplatte

Gruppe
Fenster & Türen
Variante / Steuerung
  • Schwellenkern dämmen und Perimeterdämmung bis OKFF hochführen
Modellansatz und Aussagegrenze
Modellansatz: begrenzter Erdreichausschnitt mit λ = 2,0; Türblatt und Schwelle sind als homogenes Ersatzsystem abgebildet, ihre Oberflächen gehen nicht in fRsi ein (Bauelemente sind von der 0,70-Anforderung ausgenommen). Aussagegrenze: Erdberührte Anschlüsse werden im Nachweis mit Fx gewichtet – deshalb kein Ψ-Wert. Bewertet wird die Fußbodenkante neben der Schwelle.
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Flachdach & Attika

Detail attika

Attika am Flachdach

Gruppe
Flachdach & Attika
Variante / Steuerung
  • Attika gedämmt („Dämmhaube“: Innenseite + Krone ≥ 80 mm)
Modellansatz und Aussagegrenze
Die ungedämmte Attika erhöht den Wärmeabfluss am Dachrand; maßgebend ist die Deckenecke im Raum darunter. Beim Außenmaßbezug laufen Wand- und Dach-Wirklänge bis zur Außenkante beziehungsweise über die Attika.
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Detail traufe

Traufe: Dachrand ohne Attika

Gruppe
Flachdach & Attika
Variante / Steuerung
  • Deckenstirn überdämmen und an die Dachdämmung anschließen (Dämmebene schließen)
Modellansatz und Aussagegrenze
Dämmebene schließen: Läuft die Fassadendämmung nicht bis an die Dachdämmung, liegt die Stirn der Stahlbetondecke frei – der Wärmestrom nimmt den kurzen Weg um die Dämmung herum. Wirklängen: Beim Außenmaßbezug läuft die Wand bis OK Dachdämmung und das Dach bis zur Außenkante der Wand.
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Geometrische Wärmebrücken

Detail aussenecke

Außenwandecke (Horizontalschnitt)

Gruppe
Geometrische Wärmebrücken
Variante / Steuerung
  • Außendämmung (WDVS 14 cm) – ausschalten zeigt den ungedämmten Bestand
  • Innenmaßbezug statt Außenmaß ansetzen – zeigt den Einfluss der Wirklänge auf das Vorzeichen von Ψ
Modellansatz und Aussagegrenze
Einfluss der Wirklänge: Gleiches Detail, gleiches Temperaturfeld – nur der angesetzte Längenbezug wechselt. Beim Außenmaßbezug ist das Eckquadrat in beiden Wirklängen enthalten; die Ψ-Berechnung berücksichtigt dies. Daher kann Ψ bei einer gut gedämmten Außenecke negativ werden. Beim Innenmaßbezug entfällt diese Korrektur. Ein Ψ-Wert ist deshalb nur zusammen mit dem zugehörigen Längenbezug verwendbar.
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Detail innenecke

Einspringende Gebäudeecke (Horizontalschnitt)

Gruppe
Geometrische Wärmebrücken
Variante / Steuerung
  • Außendämmung (WDVS 14 cm) – ausschalten zeigt den ungedämmten Bestand
Modellansatz und Aussagegrenze
Gegenprobe zur Außenwandecke: Dieselbe Konstruktion, nur andersherum gekrümmt. Hier ist die äußere Hüllfläche kleiner als die raumseitige – beim Außenmaßbezug fehlt das Eckquadrat in beiden Wirklängen, deshalb wird Ψ positiv statt negativ. Die raumseitige Ecke ist zugleich wärmer als eine ebene Wand; kritisch ist die einspringende Ecke also für die Bilanz, nicht für das Schimmelrisiko.
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Konstruktive Sonderpunkte

Detail rollladenkasten

Rollladenkasten über dem Fenster

Gruppe
Konstruktive Sonderpunkte
Variante / Steuerung
  • Kasten innenseitig und am Boden dämmen (60 mm) statt blankem Revisionsdeckel
Modellansatz und Aussagegrenze
Modellansatz: Der Kastenhohlraum ist über den Rollladenschlitz konservativ als außenluftbelüftet angesetzt – so trifft es alte Aufsatzkästen; moderne, raumseitig luftdicht geschlossene Systeme sind mit Herstellernachweis deutlich günstiger. Lesart: Ist der Kasten belüftet, nützt die Dämmung davor nichts – dann entscheidet allein die raumseitige Schale. Selbst 60 mm Auskleidung bleiben hier knapp unter fRsi = 0,70: Die Anforderung erreicht erst ein thermisch getrennter, luftdicht geschlossener Kasten.
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Detail stuetze

Stahlbetonstütze in der Außenwand (Horizontalschnitt)

Gruppe
Konstruktive Sonderpunkte
Variante / Steuerung
  • Stütze zurücksetzen und 8 cm überdämmen (Dämmebene über die Stütze führen)
Modellansatz und Aussagegrenze
Horizontalschnitt – die zugehörige Wärmebrückenlänge ist die Stützenhöhe. Eine bis an die Außenoberfläche geführte Stütze hebelt die Dämmebene lokal komplett aus; schon 8 cm Überdämmung bringen den Anschluss in eine andere Größenordnung. Punktförmige Durchdringungen (Konsolen, Anker) sind damit nicht erfasst.
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Vom Vergleich zum Projekt

Atlas, Planung und Nachweis sind verschiedene Leistungen

Der Wärmebrückenatlas

Er zeigt nachvollziehbare Modellvarianten mit festen Geometrien und Randbedingungen. Er eignet sich, um kritische Anschlüsse früh zu erkennen, Planungsfragen zu präzisieren und die Wirkung einer Maßnahme einzuordnen.

Der Wärmebrückennachweis

Er verwendet den konkreten Planstand, Bauteilaufbauten, Wirklängen und passende Randbedingungen. Je Aufgabenstellung umfasst er Gleichwertigkeitsnachweis, Wärmebrückenbilanz oder eine detaillierte 2D-Berechnung.

Leistung und Ablauf ansehen →

Für erdberührte oder angrenzende unbeheizte Bereiche, komplexe Geometrien, Befestigungen und Abweichungen vom Modell sind die projektspezifischen Eingaben maßgebend.

Projektanfrage

Projektangaben für die Erstprüfung

Für die erste Anfrage genügen Aufgabenstellung, Gebäudeart, Planstand und Kontakt. Pläne und technische Kennwerte werden an dieser Stelle nicht übertragen.

Was soll geklärt werden?

Wählen Sie den nächstliegenden Fall. Die endgültige Nachweisart wird nach Sichtung des Projekts festgelegt.